Workshops in Augsburg:
YOGA für DICH
– wir geben baldmöglichst neue Termine bekannt

Yoga ist ein Übungsweg, aber da ist nicht ein einziger Weg, der zum Zustand von Yoga (Einheit, Verbundenheit – oder auch einfach Zufriedenheit als Ziel des Übens) führt. Vielmehr ist die Yogatradition bunt und breit gefächert, hat sich im Laufe einer langen Zeit verzweigt und verändert und hat uns damit heute reichlich zu bieten.

Als Lehrende können wir nur Angebote machen, eigene Erfahrung mit den philosophischen Perspektiven und verschiedenen Praktiken des Yoga teilen, zu übersetzen versuchen – und als Übende, die wir auch immer bleiben, haben wir die Freiheit und gleichzeitig die Verantwortung, unseren Weg (selbst-)bewusst zu wählen. Je offener wir uns an Experimente wagen, je mehr Einblicke, Überblick und (Selbst-)Erkenntnis wir gewinnen, umso gezielter können wir den yogischen Werkzeug- oder Zauberkasten für uns nutzen – und unser individuelles Üben mehr genießen und damit auch das Leben jenseits der Matte.

In einer dreiteiligen Workshop-Reihe – jeweils Samstagnachmittag, 16.00-18.00 Uhr, am 15. Februar, 14. März und 11. April bei Yoga im  Hof in Augsburg – erkunden wir drei sich ergänzende zentrale Konzepte bzw. Spielarten des Yoga, in der Theorie, vor allem aber in der Praxis. Sie richtet sich an Übende mit ein wenig bis viel Vorerfahrung, es sollte für alle etwas dabei sein 🙂

Melde dich gerne für alle oder auch nur einzelne Workshops an, und zwar (verbindlich) per E-Mail an info@yogaimhof.de – ich freue mich! Du kannst natürlich auch unangemeldet kommen, dann können wir dir nur keinen Platz zusichern.

Samstag, 15. Februar

Hatha Yoga – oder: Was hat Yoga mit Sonne und Mond zu tun?

Die Bezeichnung Hatha Yoga kann gedeutet werden als ‚Weg der Kraft‘ (andere Übersetzungen für hatha sind ‚Anstrengung, Gewalt, Hartnäckigkeit‘): eine intensive Praxis, die weithin als ‚klassischer‘ Yoga betrachtet wurde und Techniken der Reinigung, Atem-/Energielenkung und Konzentration sowie vor allem statische Körperhaltungen umfasst. Eine weitere Interpretation übersetzt ha als ‚Sonne‘ und tha als ‚Mond‘ und versteht unter Hatha Yoga damit die Vereinigung von ‚sonnigen‘ und ‚mondigen‘ Qualitäten – wir könnten auch sagen: der Polaritäten von Kraft und Weichheit, Wärme und Kälte, Aktivität und Passivität bzw. Rezeptivität, Yang und Yin. Diese Idee kann uns darin unterstützen, jeweils angepasst an unsere aktuellen Bedürfnisse zu üben, um Balance zu finden.

Samstag, 14. März

Vinyasa Yoga – Meditation in müheloser Bewegung

Unter dem Namen Vinyasa (Flow) Yoga versammeln sich hauptsächlich moderne Stile, die fließend von einer Körperhaltung in die nächste führen. Die Bewegungen folgen dem Atemrhythmus, natürlich und (hoffentlich) ohne Widerstand. Der Begriff vinyasa bedeutet zunächst nur ‚bewusst anordnen‘, und wir können durch sinnvolle Abfolgen und atemgeleitete Bewegungen organisch in Haltungen hineinfinden und erleben, wie die Einatmung Länge und Weite schafft, die Ausatmung Stabilität, aber auch Entspannung unterstützt. Wenn wir diese Ordnungsprinzipien in unserer Praxis nutzen, wird sie mühelos. Leicht wird dadurch auch für uns ‚monkey minds‘, unruhigen Geistern (mit häufig büromüden Körpern), die Meditation: Wir finden Ruhe in der achtsamen Bewegung.

Samstag, 11. April

Yin Yoga – Meditation auf den ‚mondigen‘ Körper

Im Widerspruch zur Zielsetzung, durch Yoga Energien in Balance zu bringen, einen Ausgleich zwischen ha (Kraft, Anstrengung, männlich, Yang) und tha (Weichheit, Ruhe, weiblich, Yin) zu schaffen, rückte in jüngerer Zeit der Aspekt der körperlichen Kraft und Leistung ins Zentrum des Übens. Es wurde, wohl auch beeinflusst von westlicher Gymnastik, akrobatischer. Und so wird Yoga heute oftmals sehr sportlich praktiziert, was ‚weiche‘ Aspekte wie Entspannung oder die Stille im Mental-Emotionalen vernachlässigt. Die Überbetonung des Tuns auch auf der Matte ist wenig überraschend in einer nach Wachstum strebenden Gesellschaft, die von Hitze und ‚Männlichkeit‘ regiert wird: Klimawandel im Großen, Burn-Out im Kleinen – doch als notwendiger wie wirkungsvoller Ausgleich zu Yang-lastigen Yogastilen wird seit einigen Jahren auch wieder vermehrt ruhig, meditativ, ‚weiblicher‘ geübt. Zwar nutzen heute auch Profisportler Yin Yoga (oder ähnliche Dehnmethoden) als leistungssteigerndes Faszientraining – aber eigentlich darf es ausnahmsweise weniger ums Machen und Erreichen gehen als ums Zulassen, Loslassen, Spüren, Zufriedenheit im bloßen Sein. Zieht euch warm und gemütlich an!

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